Geschichte
Wie die Jenfelder Landschaft entstand.
Wie unsere Norddeutsche Tiefebene weitgehend von den Gletschern der verschiedenen Eiszeiten geformt wurde, so gestaltete die letzte Eiszeit vor etwa 20.000 Jahren das Gesicht unser engeren Heimat. Damals kamen die nordischen Gletscher auf der Linie Rahlstedt, Stemwarde, Witzhave , Grande zum Stehen und lagerten beim Abschmelzen hier ihre mitgeführten Schuttmassen in Form bewegter Höhenzüge ab. Wandse und Schleemerbach sind bescheidene Überbleibsel solcher einst sehr breiten, reißenden und wasserreichen Schmelzwasserbäche. Das zwischen beiden Bächen liegende Jenfelder Moor mag noch älteren Datum sein und ist vielleicht mit dem in der Barsbüttler Baggerkuhle freigelegten Torfmoor in der letzten Zwischenzeit entstanden.
Die Schmelzwasserbäche führten außer groben Schutt auch feinere Geröll- und Sandmassen mit, die je nach ihrer Größe und Schwere abgesetzt wurden und zuletzt weite Sandflächen bildeten, und von uns heute als Geest bezeichnet werden. Auf einer solchen etwa 20 bis 25m hohen Geestzunge, die allmählich in Richtung Wandsbek abfällt, haben sich die ersten Menschen angesiedelt, die ihrer Siedlung viel später einmal den Namen Jenfeld gaben. Bei der Namengebung spielte der so reichlich vorgefundene Sand wahrscheinlich auch eine Rolle. In der ältesten uns überlieferten Schreibweise lautet der Name der Siedlung nämlich „Gelevelde", der als „gelbes Feld" gedeutet werden kann.